Kataban Blog
Die Nakano-Broadway-Route: Retro-Spiele ohne den Andrang von Akihabara
Warum Nakano Broadway
Wenn Akihabara Japans Megastore für Retro-Spiele ist, dann ist Nakano Broadway der kleine Bruder mit Kultstatus. Diese fünfstöckige Einkaufspassage nahe dem Bahnhof Nakano ist vor allem für Figuren und altes Spielzeug bekannt — dazwischen steckt aber eine der dichtesten Ansammlungen von Retro-Spieleläden in ganz Tokio, ganz ohne den Touristenandrang, den du in Akihabara findest.
Die Route
Start am Nordausgang des Bahnhofs Nakano, dann durch die überdachte Ladenstraße Sun Mall — etwa 5 Minuten bis zum Eingang von Nakano Broadway. Hinauf in den 2. Stock zu Mandarake Galaxy und Lashinbangs Audio-Visual Hall. Auf dem Rückweg nach unten liegt Janpara im 1. Stock direkt am Ausgang zur Waseda-dori — der natürliche letzte Halt, bevor es zurück zum Bahnhof geht.
Notizen Laden für Laden
- Mandarake Galaxy (2F) — Reiner Retro-Spezialist: Famicom, Super Famicom, Game Boy, PC Engine, Saturn, Dreamcast, PS1, 3DO.
- Lashinbang Audio-Visual Hall (2F) — Stark bei großer Konsolen-Hardware, offen in Kisten ausgelegt.
- Janpara (1F) — Besser für Hardware und Zubehör als für Software; der letzte Halt der Route, direkt am Ausgang zur Waseda-dori.
Wenn du schon da bist
Mandarake Galaxy ist nur eine von Mandarakes Ladenflächen in Nakano Broadway — die Kette betreibt hier gleich mehrere, jede mit eigenem Schwerpunkt, und zwei davon in den oberen Stockwerken lohnen den Umweg, wenn dich an alten Modulen ebenso sehr die Epoche reizt wie die Spiele.
- Mandarake Hauptgeschäft (3F) — まんだらけ本店. Das Manga-Flaggschiff: Regal um Regal mit alten Ausgaben und vergriffenen Bänden. Die Adresse, wenn du japanische Manga-Kultur in die Hand nehmen willst, statt über sie zu lesen.
- Mandarake Hen-ya (4F) — まんだらけ変や. Retro-Spielzeug der Showa-Zeit, Blechroboter und Antiquitäten. Es ist dasselbe „Retro“, das unten die Spielekisten füllt, nur von der Spielzeug- und Manga-Seite her betrachtet — die Schachteln und Verpackungen aus den Jahrzehnten, die den Famicom hervorgebracht haben, direkt neben den Robotern, die sich damals das Regal mit ihm teilten.
Beide liegen im selben Gebäude wie die Spieleläden, ein zweiter Ausflug ist also nicht nötig — wenn du dich unten durch die Regale gearbeitet hast, ist es nur eine Fahrt mit dem Aufzug.
Kein Japanisch? Kein Problem
Keiner der Spieleläden führt englische Beschriftungen — Regalschilder, Preisaufkleber und Trennkarten sind durchgehend nur auf Japanisch, und genau da hilft Kataban am meisten. Modulbasierte Systeme (Famicom, Super Famicom, Game Boy, PC Engine) haben keinen Barcode auf dem Modul selbst, gib also stattdessen den Produktcode (型番) ein — er steht meist direkt auf dem Aufkleber. Disc-Systeme (Saturn, Dreamcast, PS1) haben oft noch ihre Hülle, dort funktioniert ein Barcode-Scan. In beiden Fällen liefert dir Kataban sofort den englischen Titel, die Plattform und das Erscheinungsjahr.
Praktische Hinweise
Die meisten Läden öffnen gegen 10:00 bis 11:00 Uhr und schließen zwischen 20:00 und 21:00 Uhr. Nimm Bargeld mit — viele kleinere Retro-Tresen nehmen keine Karten. Werktags am Vormittag ist es am ruhigsten, am Wochenende wird es voll mit einheimischen Sammlern. Wer in der Woche der Tokyo Game Show (17. bis 21. September) unterwegs ist, sollte damit rechnen, dass Akihabara noch voller ist als sonst — Nakano ist dann die ruhigere Alternative.
Bevor du losgehst
Schlag deine Wunschliste auf Kataban nach, bevor du das Hotel verlässt, und notiere dir die Produktcodes von allem, was du suchst. Mit dem genauen Code in der Hand gehst du direkt zur richtigen Kiste, statt Regal für Regal abzusuchen.